Wenn ich Trinkgeld berechne, starte ich nicht mit einer Prozenttaste. Ich schaue zuerst auf den tatsächlichen Rechnungsbetrag und prüfe, ob bereits eine Servicegebühr oder ein anderer Zuschlag enthalten ist. Erst danach entscheide ich mich für einen Betrag.
Die Formel, die ich nutze
Meine Grundformel lautet: Rechnungsbasis × Trinkgeldsatz. Bei 80 € ergeben 5 % vier Euro, 10 % acht Euro und 15 % zwölf Euro.
Für 10 % verschiebe ich gedanklich das Komma um eine Stelle. 5 % sind die Hälfte davon. Bei 15 % addiere ich 10 % und 5 %. Wenn ich Cent-genau rechnen will, nutze ich den Rechner.
Was ich vor dem Rechnen prüfe
Ich kläre drei Punkte: Welche lokale Gewohnheit gilt? Ist eine Servicegebühr enthalten? Welcher Betrag soll die Basis sein? So vermeide ich, dass ein vorgeschlagener Prozentsatz auf dem Zahlungsterminal meine Entscheidung ersetzt.
Wenn mehrere Personen zahlen, berechne ich erst den endgültigen Gesamtbetrag und nutze danach den Rechnung-teilen-Rechner.
Warum ich Gewohnheit und Mathematik trenne
In Deutschland ist Aufrunden oder ein moderates Trinkgeld üblich, während andere Länder völlig andere Erwartungen haben. Ich entscheide daher zuerst, was zur Situation passt, und lasse den Rechner nur die Mathematik erledigen.